Verfahren zur Behandlung von Sour-Service-Kabeln
1. Bedeutung von Spannung und Geschwindigkeit
1.1 Anforderungen an den anfänglichen Betrieb
Die ersten 5–10 Läufe sollen mit einer niedrigen Geschwindigkeit von 30–35 m/min durchgeführt werden.
1.2 Spannungsregelung beim Einlaufen in das Bohrloch
Beim Einführen des Kabels in das Bohrloch darf die Spannungsreduzierung 20 % nicht überschreiten.
Beispiel: Bei einer statischen Spannung von 1.000 lbs sollte die Laufgeschwindigkeit so gesteuert werden, dass die Seilspannung über 800 lb bleibt.
1.3 Drehmomentausgleichsverfahren
Bei jeweils 600 m verlegtem Kabel sollte der Vorgang für etwa 30 Sekunden unterbrochen werden, damit sich das Werkzeug frei drehen und das Drehmoment der armierten Drähte ausgleichen kann.
Alternativ kann man das Kabel langsam um 30–60 m nach oben ziehen, um die Drehmomentfreisetzung zu unterstützen.
Dieses Verfahren ist besonders wichtig bei Richtbohrungen und Operationen mit Werkzeugen, die mit Zentralisatoren ausgestattet sind.
1.4 Neustart nach Richtungsänderung oder Abschaltung
Beim Wiederanfahren nach Richtungsänderung oder Abschaltung langsam einlaufen lassen und die Spannung mindestens 20 % über der statischen Spannung halten.
Beispiel: Bei einer statischen Spannung von 1.000 lbs muss während des Herausziehens eine Spannung von mindestens 1.200 lbs aufrechterhalten werden.
Der Packerdruck und die Reibung in abgelenkten Bohrungen sind in den oben genannten Spannungsanforderungen enthalten.
1.5 Empfehlung für den Betrieb der Verpackungsanlage
Es wird empfohlen, dass der Packer nicht an einem sich bewegenden Kabel, insbesondere an Legierungskabeln, arbeitet.
2. Betriebshinweise für Legierungskabel
Legierungskorrosionsbeständige Armierungsdrähte verriegeln sich nicht selbst durch Reibung zwischen den Lagen. Daher müssen Legierungskabel stets gemäß den aktuellen Kabelnormen verwendet und gewartet werden.
Unter Spannung drücken sich die inneren Panzerdrähte leicht in die Isolierschicht ein, was zu einer geringeren Gesamtrotation führt; die äußere Panzerung dreht sich frei, während sich die innere Panzerung nicht unabhängig drehen kann.
Wenn sich im äußeren Panzermaterial ein ausreichendes Drehmoment aufbaut, versetzt es das innere Panzermaterial in Rotation. Daher müssen beim Logging mit Legierungskabeln alle oben genannten Spezifikationen strikt eingehalten werden.
3. Wichtige Kontrollpunkte
Alle oben genannten Spezifikationen müssen eingehalten werden, wobei Geschwindigkeit und Spannung die wichtigsten sind.
Diese beiden Parameter sind am einfachsten zu kontrollieren, und eine unsachgemäße Kontrolle führt höchstwahrscheinlich zu schweren Kabelschäden.
Überwachen Sie während des Betriebs die Dichtheit der äußeren Ummantelung genau, um die Lebensdauer des Kabels effektiv zu verlängern und Ausfälle zu vermeiden.
4. Spezifikationen zur Kabellaufgeschwindigkeit
| Tiefe | Standardkabel | Legierungskabel |
| 0–30 m | 10 m/min | 10 m/min |
| 30–60 m | 20 m/min | 20 m/min |
| 200 m bis zur Gesamttiefe (TD) | Befolgen Sie die 67/133-Regel. | 30 m/min |
67/133-Regel
Running In Hole (RIH): Die Zugkraft in jeder Tiefe muss mindestens 67 % des (Kabelgewichts + Werkzeuggewicht) betragen.
Herausziehen aus dem Loch (POOH): Die Zugkraft in jeder Tiefe beträgt maximal 133 % von (Kabelgewicht + Werkzeuggewicht + Reibungswiderstand).
80/120 Betriebsregel
Running In Hole (RIH): Spannung ≥ 80 % von (Kabelgewicht + Werkzeuggewicht)
Herausziehen aus dem Loch (POOH): Spannung ≤ 120 % von (Kabelgewicht + Werkzeuggewicht + Reibungswiderstand)
